DIE HERREN WELTWEIT & Co.

Admiral Don’s TourBlog

What to do if you have water in your ear

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from Anna Coralee

Geschrieben von Admiral Don

5. November 2009 um 15:25

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04.11. Band Rehearsal in Berlin

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Production Rehearsal

Ich finde, dass ich doch recht ausgeschlafen. Keine Spur von Jet Lag. Mittags setzte ich mich in ein Taxi und fuhr zu Black Box Music. Dort probte die Band schon seit dem Vortag. Der Truck aus Halle ist zu diesem auch unterwegs mit den Cases für die Backline. Die Besetzung ist etwas übersichtlicher. Bläsersection, Standard Rythm Section, Keys, Flügel, Violine und Cello. Willy und Troki halfen nach Beendigung der Probe beim Verpacken, und dann ging es auch schon zurück nach Halle zu den Produktionsproben. Um einen ruhigen Vormittag zu haben, bauten wir die Backline noch schnell ein. Gegen halb 2 war dann auch die Luft raus.

Geschrieben von Admiral Don

5. November 2009 um 15:01

Veröffentlicht in Schöneberger 09, Tour Diaries

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02. – 03.11.09 Flug von Cancun bis Berlin

mit 3 Kommentaren

Abendstimmung

06:30 Lobbycall – 2h Autofahrt nach Cancun – 1:30h Flug nach Miami – 8h Flug nach London – 3h Aufenthalt in London – 2h Flug nach Berlin. Es ist für mich 2:00 nachts der 3.11. und ich warte hier in London (Ortszeit 8:17) auf meinen Flieger nach Berlin. Fühle mich erstaunlich fit, auch wenn der Inder neben mir mich fast zur Weißglut gebracht hat mit seine Zappelei. Mir wär  noch bei der Landung fast der Ellenbogen ausgerutscht. Wie kann man in 8h es nicht schaffen, mal 5 min still zu sitzen. Nicht aufregen!!!
Der Transitsituation in Miami war wieder beispielhaft. Eigentlich stiegen wir ja nur um. Das heißt mein Gepäck ist bis Berlin durchgecheckt. Dennoch müssen wir in Miami  unsere Koffer abholen und durch den US Zoll bringen. Obwohl ich ja nicht einreise. Danach gebe ich den Koffer wieder ab und begebe mich zur Immigration. Dort erhalte ich eine Standpauke, warum ich mich nicht bei der Esta Online registriert habe. Aus der Erfahrung der Hinreise, kann ich als Transitpassagier nicht mit meinem Visum einreisen. Als Tourist bin ich ja nun verpflichtet mich kostenpflichtig bei der Esta Online anzumelden. Das wierderum brauche ich ja nicht, weil ich über mein Arbeitsvisum registriert bin. Das hat den Kollegen nicht sonderlich interessiert. Also gelobte ich Besserung. Und kam auch so durch. Musste mir aber noch anhören, warum ich noch die Ausreisekarte aus dem letzten Jahr im Pass eingeheftet hatte. Wie gerne hätte ich ihm gesagt, dass ich es nicht für richtig halte, ein Dokument der Vereinigten Staaten zu entfernen, welches Aufgabe seines Kollegen gewesen wäre. Es gab auf dieser Tour keine Ein- oder Ausreise aus den Staaten, die nicht mit Komplikationen oder unterschiedlichen Vorgaben der Beamten versehen waren. Unfassbar.
Zurück in Europa fühlt man sich da wie im Paradies. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Lesern und Kommentatoren bedanken, die diesen Blog am Leben erhalten. Ihr seit die Motivation, sich jeden Tag etwas Zeit zu nehmen, um das Erlebte niederzuschreiben, festzuhalten und zu verarbeiten. Ich bin stolz auf Euch. Ihr habt es geschafft, die Blogstatistik auf einen Rekord zu heben. Auf dieser Tour habt Ihr den Monatsrekord der Asientour um 2000 Clicks geschagen. Über 7500 Clicks im Oktober diesen Jahres. Das sehr glücklich. Und ich möchte euch hiermit einladen, mich auch bei der anschliessenden Tour mit Frau Schöneberger zu begleiten. Ich kann nicht versprechen, dass es genauso spannend wird, da ich hier nicht mit fremden Kulturen konfrontiert bin. Aber Eure Treue motiviert mich, weiter zu schreiben, wenn auch vielleicht nicht täglich, denn der Arbeítsaufwand ist ungleich mehr auf der kommenden Tour, die bis 20.11. durch Deutschland geht. Ich freue mich, wenn Ihr dabei seit.

Geschrieben von Admiral Don

4. November 2009 um 10:44

01.11.09 Rain Day in Chichen Itza

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Badespaß

Noch einmal frei. Ich bin so froh, dass wir gestern das Konzert wirklich durchziehen konnten, und wir heute noch einmal alle für uns Zeit hatten. Ausschlafen, Mittags frühstücken. Nachmittags mit einer Gruppe in 3 Taxis steigen, und ab in eine dieser legendären Höhlenseen. Das war ein Traum. Mitten im Wald ist da ein 20m tiefes Loch, in dem man mit den Fischen baden kann. Das Wasser ist angenehm, ganz leicht kühl, erfrischend. Das Klima schlaucht ungemein. Ich hatte nicht den Eindruck, dass ich hier in den 4 Tagen jemals trocken war. Bevor wir aufbrachen, kaufte ich mir noch eine landestypische Leinenkluft, und nach dem Bade, wurde nich abgetrocknet, sonder wieder angezogen. Es hat ja keinen Unterschied gemacht. Naqss war man immer. Vor Luftfeuchtichkeit, Badewasser, oder Schweiß. Da ich ja fast nur Arbeitsklamotten einpacken konnte, mangelte es an heller Zivilkleidung. Mit Jan im Partnerlook sahen wir dann tatsächlich aus wie die Gebrüder Hemmingway.
Abends saßen alle noch bei einem Getränk auf der Terrasse. Gemütlich, aber auch mit dem Gefühl, dass es nicht die gleiche Gruppendynamik war, wie vor einem Jahr. Zum einen lag es daran, subjektiv für mich, dass mir Joes Crew mehr am Herzen lag. Kenny ist als Produktionsleiter auch nett. Aber sehr schwer einzuschätzen. Nick, naja ich habe da mein eigene Meinung. Im Ganzen war diese Tour die anstrengenste der drei Parts. Das Routing und die Flüge waren grenzwertig. Ich würde sogar soweit gehen, und sagen, dass war meine härteste Tour. Wenn ich in Berlin ankomme habe ich 21 Flüge in 36 Tagen hinter mir. Das ist alles andere als komfortabel touren. Ich glaube, dass dies beides dazu führt, dass der Fun Faktor sank. wir hatten sehr schöne Momente, keine Frage. Aber es ging an die Substanz, und selbst Collin ist mit dieser Entwicklung etwas unglücklich. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Schade war nur, dass die Verabschiedung nur unter den alten Crewmembers sehr herzlich war. Und die After Tour Party war beendet, als die Crew die Arbeit beendet hatte.
Morgen steht der Monster Trip bevor. 24h Travel bis Berlin.

Geschrieben von Admiral Don

4. November 2009 um 10:39

31.10.09 Halloween in Chichen Itza

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Waschküche

Waschküche

Naja von diesem Feiertag haben wir dank unserer Arbeit nichts mitbekommen. Den Vormittag haben wir damit verbracht, stand by zu sein, denn die Prognose traf ein, es regnete. Da niemand eine Entscheidung treffen wollte, warteten wir. Gegen 14:00 lies der Regen nach und der Himmel klarte auf. Go, man will es riskieren. Bei der Vorhersage vage Entscheidung. Aber das ist nicht unsere Aufgabe es zu hinterfragen. Wir bauen auf, und packen parallel regensicher ein. Nicht ohne Grund, denn gegen 17:00 gehts es mit dem Regen weiter. Ich erinnere noch mal, wir waren dachlos. Drums, Percussions, reichlich Elektronik. Strom aus, Planen und Zelte über alles. Warten. Zum Soundcheck war alles wieder gut. Und man kann es kaum glauben, trotz der schlechten Vorhersagen, das Wetter hielt und es war der letzte Tropfen Wasser des Tages. Und wir haben die Show gespielt und damit den Rain Day frei YEAH.
Ich komme nochmals darauf zurück, warum es so schwer war, auf das Gelände zu kommen, trotz unserer Pässe etc. Diese Schwierigkeit blieb an beiden Tagen bestehen. Mark und Rene waren kurz rauchen. Wohlgemerkt ausserhalb des Geländes, da das Rauchen hier strengstens untersagt ist. Auf dem Rückweg wurde ihnen sehr ernsthaft untersagt, sich hier aufzuhalten. Der Grund unseres Aufenthaltes war uninteressant. Auch die Musiker hatten Schwierigkeiten zur Bühne zu kommen. Nun fragt man sich wirklich, was hier los ist. Hier die Lösung durch Hintergrundinfos. Die Pyramide ist Eigentum des Gouvernements von Yucatan. Der Grund und Boden gehört dem Hotelbesitzer. Beide haben ein großes Interesse Werbung für die Region zu machen. Daher die Einladung zu diesem aussergewöhnlichen Event, welches bisher nur Pavarotti hier absolvierte. Das soll die Aufmerksamkeit der Touristen erhöhen. Aber es gibt noch eine dritte Interessengemeinschaft, Natives und Erben der Tradition, die unter anderem auch den Einlass beaufsichtigen. Wir sind für sie hier nicht willkommen, denn ihnen ist es nicht recht, wie mit dem Erbe ihrer Vorfahren umgegangen wird. Daher werden uns immer und immer wieder Steine in den Weg gelegt. Ingrid und Siew May hatten einen Caddy zur Fahrt ins Hotel, der mit einer Sitzblockade aufgehalten wurde, sofern ich das gestern richtig mitbekommen habe. Load In und Out waren ein Disaster, alles wurde mit kleinen Pritschen zur Bühne geshuttelt, da ein normaler Truck das Gelände nicht befahren darf. Getrunken darf hier eigentlich auch nicht. Das wir schlechtes Wetter hatten, ist ebenfalls ein Zeichen der Götter gewesen, die damit zeigen, dass sie das nicht wollen. Wenn wir dieses respektieren, was ich auch wirklich tue, kann man nun sagen, dass es den Göttern gefallen hat, denn wir hatten ja einen herrlichen Abend. Die Maya Götter haben also einen Sinn für Britisch-Deutsche Pop Klassik. Genau wie 12.000 mexikanische Besucher. Was für ein Gefühl, diese letzte Show mit all ihren Widrigkeiten nun doch schon heute zu spielen, und dann vor dieser Kulisse.
Der Load Out war dann noch ein mal die Hölle. Gegen 23:00 war die Show zu Ende, der Rest von uns war 4:30 im Hotel. Maximal 4 Cases passten auf einer der unzähligen Pritschenwagen, die alle anderes aussahen, und unterschiedlich Ladeflächen hatten. Und auch die Helfer waren irgendwann nicht mehr ganz brauchbar. Bei diesem Load Out war aber auch alles an schlechter Erfahrung dabei.

  • sehr steile  Loading Rampe
  • Rampe nass und matschig damit galtt
  • der Weg zu den Shuttles lang und mit Holzplatten befestigt, die ständig verrutschten
  • dann die Shuttles ein Thema für sich und natürlich nicht da, für 1h
  • beladen mit Gabelstapler
  • Stapler gefahren vom Promoter, ohne Erfahrung
  • Umladen in anderen Truck im Car Park
  • Fehlbestände für die Carnets, Suche!!!

Dafür haben viele von uns bis morgens 6:00 auf den Sonnenaufgang gewartet und bei nem Bier zusammen resümiert. Und Kallas hat es auf den Punkt gebracht. Einige haben gedroht, unter diesen Bedingungen nicht mehr mitzukommen. Aber Kallas hat Recht, wenn der Anruf kommt, werden alle ja sagen. Mit Ausnahme, wenn man die Gagen kürzt. Aber sonst, werden wir diese Tortouren mit Genuss wieder durchstehen.

Geschrieben von Admiral Don

1. November 2009 um 21:08

30.10.09 Aufbau und Rehearsal in Chichen Itza

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Pyramide Chichen Itza

Das Hotel ist eigentlich so traumhaft gelegen, dass man hier schnell vergessen könnte, zum Arbeiten hier zu sein. Es hilft alles nichts, 13:30 soll es zur Bühne gehen. Nicht so leicht getan. Sie ist zwar nur 5 min Fußweg entfernt, aber man muss ja erstmal am Einlass vorbei. Den Herren war es plötzlich völlig egal, dass wir hier arbeiten. Es dauerte doch fast  15 Minuten, bis die Sache geklärt war. Seltsam. Aber es war nur eine Hürde. Wir warteten eine weitere viertel Stunde, bis wir zur Bühne gehen durften. Wir standen schon davor, aber durften nicht hin? Es wird irgendwie immer bizarrer. Nicht drüber nachdenken. Was nun kam, damit habe ich nicht gerechnet. 95% Luftfeuchtigkeit. 34°C im Schatten, gefühlte 55°C auf der Bühne und pralle Sonne ohne Dach und Schatten. So einen Aufbau habe ich in meinem Leben noch nicht gehabt, wir haben uns an den Cases die Hände verbrannt, da das Metall kochend heiß war. Nach 30 min bin ich losgerannt um mir einen Strohhut zu kaufen. Anderen Falls hätte ich mir meine Hirnhaut verbrannt und 3 Tag über dem Klo gehangen. Die Sonne war derartig intensiv, dass ich alle 5 min pausieren musste, da mein Puls (135) nicht mehr runter ging, und ich minütlich Wasser verlor. Selbst unser Mexikaner kämpfte, und bestätigte, dass es einfach dumm und unvernünftig ist, ausgerechnet während der heissesten Tageszeit ohne Schatten aufzubauen. Man lies irgendwann Zelte aufbauen, damit wir uns unterstellen konnte. Nach dem das Gröbste stand, sind wir zurück zum Hotel, etwas essen und ab in den Pool um die Körperhitze runter zu bekommen. Als ich in den Pool stieg, wurde mir wieder einmal klar, wie geil diese Erfahrung eigentlich ist. Trotz dieser Anstrengungen, die echt zu weit gehen, haben wir hier einen Luxus, direkt ins Hotel laufen zu können und uns einen von vielen Pools auszusuchen. Abends kehrten wir wieder zurück, als die Sonne nicht mehr ganz so intensiv war. Verkabeln und auf den Soundcheck warten.
Der Unterschied zu den anderen Shows war, dass wir nun mit einem großen Orchester spielen. 50 Mann. Als die Sonne unterging und man die Bauwerke anstrahlte, ging mir ein Schauer über den Rücken. Der Mond wandert hier in einer irrsinnigen Geschwindigkeit über die Spitze der Maya Pyramide, eines der neuen 7 Weltwunder. Zur Sonnenwende bilden die Strahlen eine Schlange, die die Treppe, bestehend aus 365 Stufen, hinabschlängelt. Klatscht man vor der Pyramide in die Hände, bildet das Echo den Ruf eines heiligen Vogels wieder. Und das egal wo man steht, wie weit entfernt und welchen Klang der Impuls hat. Das war echt erstaunlich.
Die Kulisse ist einfach unfassbar. Nichts desto trotz schweben schlechte Prognosen in der Luft, was das Wetter der nächsten Tag angeht. Schon während der Proben machen sich die klimatischen Probleme bemerkbar. Durch die extreme Luftfeuchtigkeit leiden die Instrumente, vor allem die des Orchesters, Tims Geige bekam Risse im Lack. Zusätzlich verstimmte sich das Orchester minütlich. Die Geigen sackten ab, während die Holzbläser immer höher wurden. Für den Showtag ist Gewitter und 99% Regen angesagt. Für den Rain Day noch 86%. Also abends wieder alles einpacke und abplanen.

Geschrieben von Admiral Don

1. November 2009 um 21:06

29.10.09 In den Dschungel von Yucatan

mit 3 Kommentaren

Ich weiß nicht, ob es die dünne Luft war, der Reisestress oder doch ein Virus, der bei uns langsam umgeht. Jedenfalls hat es mich die Nacht etwas erwischt. Richtigen Schlaf gab es nicht. Aber da auch diese Nacht nur mit 5h Schlaf angesetzt war, macht es keinen großen Unterschied. Morgens fühlte ich mich dementsprechend erledigt. Gute Vorraussetzung für den nächsten Horrortrip :)
Er begann mit der Fahrt zum Flughafen und eine Kontrollprozedur, die selbst uns Deutsche noch beeindrucken kann. Der Promoter hatte zum Glück die Tickets schon organisiert, und die Koffer wurden als Gruppe eingecheckt. Das lies hoffen, es könnte mal schnell gehen. Weit gefehlt. Migrationskontrolle. Rene und Siew May kommen wie immer nicht ungehindert hindurch. Unglaublich, egal wo wir ein und ausreisen, der Mexikaner und die Malaiin sind immer Mode. Ich werde mal versuchen, den ganzen Vorgang zu rekonstruieren, ist nicht so einfach aus dem Gedächtnis:

  • Zugang zur Migration – Passkontrolle
  • Migration Bogota / Columbia – Passkontrolle / Visacheck – Abgabe Migrationsformular
  • Security Check – Handgepäck mit Xray
  • Drogen Check – Handgepäck per Hand
  • Body Check per Hand
  • Boardingpass und Passkontrolle am Zugang des Gates (auf handgeschriebener Boardling-Liste abgestrichen)
  • Boardingpasskontrolle im Gate – Grün abgezeichnet
  • später Boardingpass per Abreißen entwertet
  • während des Boardings die dritte Kontrolle des Boardingpasses

Dennoch hat man bei Mark den falschen entwertet, was auch er erst bei der Sitzplatzsuche merkte. Nun frag ich mich, was sie dann bei der dreifachen Kontrolle wirklich kontrollieren? Aber wir sind noch nicht am Ende. Ankunft in Mexico City:

  • Passkontrolle direkt beim Aussteigen (als könnte man ohne Pass hinein)
  • Drogenkontrolle des Handgepäcks ebenfalls beim Ausstieg
  • Immigration Mexico – Passkontrolle und Immigration Form sowie Visabeantragung
  • Gesundheitscheck – Formular und Wärmekameracheck
  • Sicherheitskontrolle des Handgepäcks auf dem Weg zum Anschlussflug (klar, ich kaufe mir Waffen im Duty Free Shop, denn wohlgemerkt haben wir den Sicherheitsbereich nicht verlassen können)
  • Pass und Boardingpasskontrolle am Gate – eine Person reißt ab, die andere schaut auf den Computer, 5 weitere stehen dahinter und schauen zu.

Willkommestrubel

In Merida angekommen, sind wir ganz erstaunt, dass trotz der massiven Sicherheitskontrollen noch vor dem Gepäckband Bereich die Reporter, ein Folkoreensemble und vielen Gästen auf uns warteten und uns beziehungsweise die Chefin mit Gesangs und Blumen begrüßten. Das da jeder unseren Koffer hätte mitnehmen können, ist nun eher nebensächlich. Naja, bei meinem hätte man wenig Spaß, trotz deutscher Wertarbeit brach eine Rolle. Aber wen wundert es noch.
Auf uns wartete nun noch eine Busfahrt von 1:40h in den mexikanischen Regenwald. Der Klimawechsel ist nicht gerade harmlos. Von 2600m Höhe in gemäßigtem Klima, auf Meeresniveau mit feuchtwarmen Tropenklima. Ich weiß nicht, ob es nur die Luft oder noch das Restfieber der Nacht ist, was mich davon fliessen lies.

Blick vom Hotel auf altes Observatorium

Gegen 18:00 kamen wir am Hotel an, nach dem wir 06:00 h in Bogota gestartet sind. Hier war es nun schon dunkel. Man erkennt nur das Hotel und ein paar Palmen im Finstern, denn Straßenbeleuchtung gab es schon nach den ersten 15min Busfahrt nicht mehr. Dennoch macht das Hotel einen sehr geilen Eindruck. Auf uns wartete eine Buffet, wir werden also jeden Tag kostenlos im Hotel verpflegt. Und das Essen ist auch hier wieder vorzüglich. Man sitzt noch gemütlich im Garten, oder geht im Pool baden. Trotz Nachteinbruch sind es hier immer noch gefühlte 30°C. Einige gehen noch auf einen Nachtspaziergang zu den Pyramiden. Ich hebe mir das für die nächsten Tage auf, die Gesundheit geht vor, und ich muss Morgen und die nächsten 3 Wochen ja noch fit sein. Also mache ich noch ein paar Bilder und begebe mich in Bett.

Geschrieben von Admiral Don

30. Oktober 2009 um 15:54

28.10.09 Show in Bogota

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Beste Fleisch meines Lebens

Ich erfuhr gerade, warum mir heute alles etwas langsamer von der Hand geht. Wir sind hier 8500 ft also 2600m über dem Meeresspiegel. Bogota ist die 3 höchste Hauptstadt der Welt. Hier ist die Luft wirklich merklich dünner. Sonst verläuft der Tag eigentlich nett. Ja ein paar Cases haben den Flug mal wieder nicht überstanden. Die Reaktion war heute: „…Depeche Mode haben nach ihrer South America Tour alle Cases kaputt heimbekommen. Na dann bin ich mal gespannt. Heute betraf es mein Hardwarecase. 2 dicke Löcher.
Selbst du Aussichten auf das Tourende sind nicht berauschend. Aber auch das stört langsam nicht mehr. Wir werden morgen wieder extrem früh auschecken, nach Mexico City 5h fliegen, 2 Stunden nach Cancun und dann 2h mit dem Bus in den Dschungel von Jukantan. Der Rehearsaltag ist schön angesagt, bisher. Ist nicht ganz uninteressant, da wir ja Open Air ohne Dach spielen. Am Showtag jedoch ist Unwetter angesagt. Das hat mit dort mit unseren Gewittern aber nichts gemein. Wenn es regnet, dann sinnflutartig. Könnte also sein, dass wir den Rain Day nutzen werden, aber dazwischen nochmal alles abbauen werden. Wäre ja zu schön, wenn wir es einfach hätten.
auch die Heimreise wird eine kleine Totoure. 6:00 Uhr nach Cancun über Miami, London, Berlin und mit dem Zug nach Halle. Ich glaube nicht, dass ich am 03.11. noch brauchbar sein werde.
Wir werden sehen. Gelassenheit ist wohl das erste, was ich hier gelernt habe. Der Buttkicker funktiniert wieder, dafür habe ich heute beim Snarefellwechsel festgestellt, dass die Snare nicht mehr rund ist, sondern arg oval. 3mm Differenz. Das ist nicht wirklich wenig. Mal sehen, was der Meister dazu sagen wird. Wir vermuten, dass die permanente gewollte strafe Stimmung einer Diagonalen dazu führt, dass die Snare sich durch die vielen Flüge mehr als gewöhnlich gezieht. Also im nächsten halben Jahr die Snare drehen ;)

Geschrieben von Admiral Don

29. Oktober 2009 um 13:08

27.10.09 Flug nach Bogota Columbien

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erster Blick

Drei Stunden Flug stehen uns bevor. Ich hab mich daran gewöhnt. Es nervt zwar immer noch, permanent anzustehen. Man fragt sich auch ab und zu noch nach dem Sinn einiger Aktionen, aber irgendwo juckt es einem nicht mehr. Die Fahrt zum Flughafen sorgte noch einmal dafür, zu hoffen, dass Bogota irgendwie freundlicher wird. Trist, grau, arm. dass sind die Eindrücke. Flug wurde mit einem Golfturnier überbrückt. Herr Hesselbach und ich hatten mit -20 unter Par gegen Herrn Duwensee keine Chance. Der Mann spielt eben nur noch Eagle und Birdie.
Ja ich fragte mich kurz am Flughafen nochmal, warum ein Zollbeamte mich noch mal nach Waffen abtastete, wo ich doch so eben aus dem Flugzeug stieg. Aber so ist es halt hier. Kallas wurde bei der Immigration nach seinem Beruf gefragt, und als er antwortete mit Frau Brightman auf Tour zu sein, wurde er gleich nach Tickets gefragt. Als er die verneinte kam gleich der Spruch: „Oh, das ist jetzt aber schklecht für sie“. Hey und das es lustig gemeint war, war klar, hier gibts Humor, alles gut. Auch die Busfahrt ins Hotel zeigte, dass die Stadt wieder etwas fröhlicher scheint. Dennoch besteht auch wieder die Warnung. Korrupte Polizei. Drogenumschlag, und hohe Kriminalität. Also lassen wir wieder Vorsicht walten und verlassen nicht die Hotelgegend, nehmen Schmuck und Uhren ab. Abends ging es um die Ecke in ein Steakhaus. Hammer Essen. Da kann man nicht viel zu schreiben. Käsesuppe und ein Bife de Chorizo Sepcial Cut Medium. Neben Mexico City das beste Fleisch meines Lebens. Dazu frisch gepressten Mandarinensaft. Ein Traum. Da habe ich heute festgestellt, dass ich eigentlich auf dieser Tour ausschliesslich gut gespeist habe, im Catering wie in Restaurants oder auf der Straße. Kulinarisch ist dieser Kontinent auf jeden Fall eine Reise wert.

Kennzeichenpflicht

Und es viel mir auf, dass wir Deutschen in Sachen Bürokratie im Straßenverkehr noch übertroffen werden können. Jeder motorisierte Zweiradfahrer ist verpflichtet, eine Leuchtweste mit dem Kennzeichen seines Fahrzeuges zu tragen. Bei einigen habe ich das Kennzeichen auch noch auf dem Helm wiedergefunden. Und wenn du einen Beifahrer hast, gilt das ebenso für ihn. So ist jedes Gespann von vorn und hinten wiedererkennbar, denn das Kennzeichen ist nicht nur auf dem Rücken sondern auch auf der Brust.
Das Hotel hier, ist auf jeden Fall erwähnenswert. Ein paar unserer Mitreisenden haben sogar 2 Etagen und 2 Schlafzimmer. Krönung ist unser 1. Geiger, der 7 Zimmer, davon 4 Schlafzimmer, vorfand. Internet ist endlich mal wieder frei, wenn auch Kabel gebunden.

Geschrieben von Admiral Don

28. Oktober 2009 um 05:49

26.10.09 Die Show in Lima

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Open Air Bühne

Das Aufstehen fällt mir von Tag zu Tag schwerer. Man ist halt nicht mehr zwanzig. Schön wäre nun eine Wellneswoche. Saunieren, schwimmen, massieren und ausschlafen. Die Realität sieht anders aus. Die Tage in Lima sind für das sonnige Gemüt nicht sonderlich förderlich. Es ist hier ganztägig grau, bedeckt, dunkel und das wirkt auf mich leicht deprimierend. Hätte gern noch ein paar Minuten die Sonne gesehen. Der Gig wäre ja prädestiniert dafür, denn hier spielten wir Open Air. Aber wie es immer so ist. Brennt die Sonne, wünscht man sich Schatten, ist es bedeckt, ist es auch nicht richtig. Armer Petrus.
Der Gig fand auf einer Pferderennbahn statt. Jockey Club klingt besser, suggeriert aber eine Location, die es äußerlich nicht so her gab. Aber es stand dort eine ordentlich Bühne. Als wir ankamen war alles entladen. Was mich an diesem Tag sehr geärgerte, ist der Zustand unserer Cases. Marks Toolcase verlor 4 Nieten und ist verzogen. Für die Insider, er hat ein Amptown Schrank. Massiver gehts in Deutschland nicht. Spruch von Nick, „….das kommt davon, wenn man billige Cases baut“. Dummschwätzer, sorry. Meine Stuffkiste und Marks Guitartrunk haben jeweils ein Catch verloren. Die Audio-Jungs beklagten sich ebenfalls über Schäden und defekte Schubladen. Der Witz daran ist: Wir erinnern uns, wir haben einen Freight Agent, dessen Aufgabe es ist, dass unser Mat wohlbehütet ankommt. Es ist unfair zu sagen, dass der Typ seine Arbeit nicht macht, denn ich weiss nicht wirklich, wieviel dahinter steckt. Ich weiss nur, dass das Mat nicht wohlbehalten geliefert wird. Und das ärgert mich, denn soviel Schaden haben wir auf den letzten 17 Wochen nicht gehabt, wie nach 3 Flügen. Ärgerlich ist auch, dass das GT10 sich nicht angefunden hat, was mich auch sehr gewundert hätte.
Neben der Tatsache, dass wir draußen spielten, gab es eine weitere Änderung. Der Quickchange war auf meiner Seite, dass erste mal auf der Tour. Nun fragt Ihr Euch, was Ihr mit dieser Info anfangen sollt. Nix, aber die Tatsache führte dazu, dass Ingrid, Esra und Debbie auf meiner Seite wildeste Tänze bei „Harem“ aufführten, und das vor meine Augen, die ausschliesslich auf die Bühne gehörten. Die betörend erotischen Verrenkungen führten glatt dazu, dass ich vergaß die Percussioninstrumente nach dem Song einzusammeln. Ich versuchte noch mich zu sammeln, als Mark plötzlich empört neben mir stand, und seine Instrumente einforderte. Und da haben wir es wieder. Frauen können nicht nur Kriege auslösen sondern auch Shows gefährden.
Eine Sache, die mir wichtig ist zu berichten, hat nichts mit der Show zu tun. Peru ist nicht nur ein Land der Hobbite, denn hier bin ich mit 1.84 im Durchschnitt immer 2 Kopf größer, auch die Frauen gehören nicht zu den attraktivsten Südamerikas, nein auch die Taxifahrer haben kein Taxameter. Hat nix miteinander zu tun, aber irgendeine Überleitung musste ja sein. Taxi fahren funktioniert nach der Verhandlungsmethode. Man sagt wo man hin will, und bekommt einen Preis genannt. Eigentlich ne coole Sache, wenn man sich auskennt. Aber so kam es, dass wir mit zwei Taxen unterwegs waren, Das mit dem Local Promoter hat 12 Sole gekostet, unsere 27 Sole. Auf dem Weg zum Club am Vorabend waren es bei doppelter Strecke nur noch 5.

Geschrieben von Admiral Don

28. Oktober 2009 um 05:10