October 22, 2015 at 06:54PM

Zurück aus Canada/USA, deren Bevölkerung bekanntlich überwiegend aus Immigranten besteht, wo Dienstleistung und Gastfreundschaft ein hohes Gut ist und den Alltag bestimmt, in denen viele Metropolen ein Chinatown besitzen, welches selbst wir Touristen eher als Sehenswürdigkeit denn als Reisfresser-Ghetto empfinden….wieder zurück auf einem Bahnsteig unserer Hauptstadt. Der Kulturschock ist groß, denn Dienstleistung und Gastfreundschaft fällt uns schwer, mit Immigranten haben wir so unsere Probleme, da unser Geschichte sehr alt ist und geprägt von uralten Besitzansprüchen an deutschem Boden. Wir waren ja schon immer hier. Mir wird klar, warum uns diese Flut an fliehenden Menschen so überfordert, als ich mich auf dem Wartebereich umsehe. Der Bedarf an Sitzplätzen ist groß, viele wollen nach Köln. Hier zeigt sich nun, dass wir Deutschen entgegen der meisten anderen Kulturen eine extrem ausgedehnte ‚intime Zone‘ in Anspruch nehmen. Wir sichern diese mit Gepäckstücken, damit ja kein anderer Landsmann auf die Idee kommt, sich neben mich zu setzen. Ich beginne mich zu erinnern, dass wir das auch in Restaurants, im Zug, im Flieger praktizieren. Man setzt sich nicht zu jemanden, man möchte allein sein und in Ruhe gelassen werden. So sind wir Deutschen nun einmal und diese Eigenschaft ist uns sehr eigen. Oder haben Sie schon einmal versucht sich in einem Pub bei den Britten zu separieren? Unmöglich. Wenn wir schon unsere Landsleute nicht gern in unsere Nähe lassen, wen wundert es, dass wir mit Menschen anderer Kulturen weit aus mehr Berührungsängste haben? Und nun wollen diese auch noch in unseren völlig übervölkerten Territorium eindringen. Besonders dramatisch gestaltet sich das in den ländlichen Regionen, wo wir eingepfercht in vielstöckigen Wohnbaracken leben müssen. Nun sind wir gezwungen, mit Fremden unseren intimsten Lebensraum zu teilen. Auch wenn wir in der Welt nahezu einzigartig sind mit dieser Mentalität, ist es nun wirklich logisch, dass es diese Seltenheit zu schützen gilt. Wenigstens ein Volk dieser Welt sollte sich den Drang der privaten Isolation aufrecht erhalten. Oder ist es vielleicht doch ein rezessives Merkmal, welches im Laufe der Evolution automatisch verschwindet? Spätestens, wenn uns der Islam assimiliert hat. (Vorsicht: Ironie enthalten)

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